Luca Krohn
Head of Oman
Seit über sieben Jahren beschäftige ich mich bei Take Memories mit dem Orient – nicht nur am Schreibtisch, sondern vor Ort: Ich habe mehrere Monate im Oman gelebt, mit unserem Team im Wüstencamp von Canvas Club gearbeitet und jedes Hotel, das wir Ihnen empfehlen, selbst besucht und dort übernachtet. Als Frau bin ich auch alleine durch die Region gereist und kann Ihnen deshalb aus eigener Erfahrung erzählen, wie sicher und herzlich sich Oman und die VAE tatsächlich anfühlen.
Was für mich Oman und die VAE ausmachen, ist die pure Gastfreundschaft, eine Sicherheit, bei der man sein Auto einfach unabgeschlossen lassen kann, und ein Facettenreichtum zwischen Bergen, Wüste und türkisblauen Pools, wie ich ihn kaum irgendwo sonst erlebt habe.
Auf meiner Bucketlist
Ägypten
Ganz oben auf meiner eigenen Wunschliste steht tatsächlich eine Reise außerhalb meiner beiden Spezialgebiete: Ägypten. Ich möchte auf einer traditionellen Felucca über den Nil gleiten, das neue Museum in Kairo besuchen und endlich vor den Pyramiden stehen. Es ist der eine Ort, an dem ich selbst noch ganz am Anfang meiner Entdeckungsreise stehe.
Entdecken Sie Ägypten mit unsMeine nächste Reise
Zurück in den Oman
Als Nächstes geht es für mich wieder zurück in den Oman, zu meinem Team und in die Wüste. Dort verbringe ich am liebsten die Nächte: unter einem Sternenhimmel, der einen fast erschlägt, in einer Stille und Abgeschiedenheit, die ich sonst nirgends finde.
Entdecken Sie Oman mit unsÜber Luca - Wie der Orient mein Herz eroberte
Zur Region bin ich eigentlich durch Zufall gekommen: Meine beste Freundin hat vor Jahren ein Praktikum bei Canvas Club gemacht, unserem Wüstencamp im Oman, und mir geraten, mich ebenfalls zu bewerben. Da wir bei Take Memories einen großen Schwerpunkt auf Oman legen, habe ich mich von Anfang an intensiv mit dem Land beschäftigt – und bin geblieben.
Ich habe mehrere Monate im Oman gelebt und mit unserem Team vor Ort gearbeitet: Zelte im Wüstencamp aufgebaut, mitgekocht, abends zusammengesessen, um gemeinsam Dinge besser zu machen. Ich bin selbst mit dem Auto durchs Land gefahren, kenne mittlerweile jede Abzweigung, viele Guides und Hotelpartner sind für mich zu Freunden geworden. Als Frau bin ich auch alleine unterwegs gewesen – eine Erfahrung, die mir gezeigt hat, wie unbegründet manche Vorurteile über die Region sind.
Was mich bis heute begeistert, ist genau dieser Facettenreichtum: schroffe Berge, endlose Wüste und dazwischen türkisblaue Pools, oft nur wenige Autostunden voneinander entfernt. Dazu die Herzlichkeit der Menschen, die Sicherheit, die man im Alltag spürt, und die Freundschaften, die über die Jahre entstanden sind. Vieles hier ist noch angenehm pur – und genau das lässt mich nie ganz loslassen.
Orte, die mich besonders begeistern
Musandam
Der Norden Omans, die Region rund um Musandam, hat es mir besonders angetan. Die Gastfreundschaft ist hier, in dieser kleinen, abgelegenen Region, noch einmal spürbar größer – man merkt die pure Freude der Menschen, wenn Besucher kommen und Interesse an ihrer Heimat zeigen.
Die Fjordlandschaft dort ist einzigartig für die Arabische Halbinsel. Bei meiner ersten Dhau-Fahrt wurde mir drei Stunden lang furchtbar schlecht, und ich hatte danach richtig Respekt vor einer zweiten Fahrt. Doch das Wasser in den Fjorden war so still, dass mir nichts mehr passierte – stattdessen habe ich die Landschaft in vollen Zügen genossen, während Delfine neben unserem Boot herschwammen und das Team nach Muscheln tauchte, die wir frisch an Bord gegessen haben.
Abends bin ich mit ein paar Omanis fischen gegangen, ganz ohne Angel – nur mit einer Schnur auf einer Spule. Ich dachte, das würde ewig dauern, aber die Fische bissen sofort an. Später haben wir den Fang im Restaurant zubereiten lassen. Solche Abende vergisst man nicht.
Die Durchquerung der Rub al-Khali
Eines meiner bislang intensivsten Erlebnisse war die sechstägige Durchquerung der Rub al-Khali, der „Leeren Viertel“, mit einer Gruppe von 16 Leuten. Wir sind von den Wahiba Sands aus gestartet und mit Jeeps bis nach Salalah gefahren, wo wir schließlich in der Alila Hinu Bay ankamen.
Sechs Tage lang hatten wir keinen Handyempfang. Wir fuhren nur mit den Jeeps über die Dünen, geleitet per Walkie-Talkie von unseren Guides, die genau wussten, wie man die Formationen am besten nimmt. Jeden Abend haben wir unser Lager irgendwo mitten in der Wüste aufgeschlagen. Dabei verändern sich die Farben und Höhen der Dünen von Tag zu Tag, obwohl es doch „nur“ Wüste ist.
Am meisten in Erinnerung geblieben sind mir die Abende am Lagerfeuer, ganz ohne Erreichbarkeit. Diese Abgeschiedenheit von der Zivilisation, dieses einfache Sein-Dürfen ohne jede Verbindung nach draußen, ist ein so seltenes Gefühl, dass ich es für immer mit mir tragen werde.
Anantara Qasr Al Sarab, Abu Dhabi
In den VAE ist das Anantara Qasr Al Sarab mein absolutes Lieblingshotel. Diese Reise habe ich gemeinsam mit meiner Kollegin Laila gemacht, mit der ich auch sonst viel in den Emiraten unterwegs bin. Nach mehreren Stunden Fahrt taucht mitten in der Wüste plötzlich dieses Resort auf, fast wie ein kleines Dorf zwischen den Dünen. Dort angekommen, fehlt einem wirklich nichts mehr – wir haben am Pool gelegen und die Stille um uns herum genossen, als gäbe es die Zivilisation gar nicht mehr.
Am schönsten war für mich der frühe Morgen, an dem wir für eine Wanderung über die Dünen aufgestanden sind. Das Licht, die Stille, die Weite – ein Moment, den ich jedem empfehlen würde, der einmal in diesem Hotel übernachtet.