Ein lächelnder Mann mit Sonnenbrille, die er um den Hals trägt, in einer Wüstenlandschaft.

Nils Lindhorst

Travel Designer

Ich bin Nils Lindhorst, Senior Travel Designer bei Take Memories. Seit Anfang 2023 plane ich Reisen in den Orient – von Oman, Saudi-Arabien und den Emiraten über Jordanien bis nach Ägypten und Marokko. Angefangen hat alles vor rund zwanzig Jahren mit meiner ersten Reise nach Marokko, und seitdem hat mich die Region nicht mehr losgelassen. Für Oman, unsere Hauptdestination, habe ich zeitweise sogar vor Ort gelebt und von dort aus weitere Länder bereist.

Ein lächelnder Mann mit Sonnenbrille, die er um den Hals trägt, in einer Wüstenlandschaft.
Es ist dieses Tausendundeine-Nacht-Gefühl, das mich seit meiner Kindheit magisch anzieht – die Gastfreundschaft der Menschen, die Weite der Wüsten und eine Küche, in die ich mich immer wieder aufs Neue verliebe.

Auf meiner Bucketlist

Libanon

Ganz oben steht für mich der Libanon. Mich fasziniert diese dichte Geschichte auf engstem Raum – Spuren von Phöniziern, Römern, Byzantinern und Osmanen, dazu Byblos als eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt und Beirut mit seiner Mischung aus Kunstszene, Kaffeekultur und Nachtleben. Einer meiner engsten Freunde war Libanese, und schon als Jugendlicher wäre ich fast mit seiner Familie dorthin gereist – daraus wurde damals nichts, aber die Sehnsucht ist geblieben.

Meine nächste Reise

Oman: Rub al-Chali & Hawf

Als Nächstes geht es für mich in den Oman, wo ich unsere lokalen Partner treffe und neue Hotels anschaue. Worauf ich mich besonders freue, ist unsere Oman-Expedition in die Rub al-Chali, die größte Sandwüste der Welt – ein echtes Abenteuer, bei dem man selbst am Steuer sitzt. Und ich möchte den Spuren unseres Gründers Philip Eichkorn folgen und von Salalah aus über die Grenze nach Hawf reisen, zu einem der wenigen begleiteten Tagesausflüge, die wir in den jemenitischen Grenzort anbieten.

Über Nils – Wie der Orient mein Herz eroberte

Angefangen hat es mit den Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Als Kind bin ich in Reisebüros gegangen und habe mir Kataloge zu den entlegensten Regionen geben lassen – Afrika, Lateinamerika, Asien und immer wieder den Orient. Ich habe darin geblättert und geträumt, und irgendetwas an dieser Region hat mich schon damals nicht mehr losgelassen.

In meiner Jugend kam der Fußball dazu. Ich hatte Freunde aus dem Libanon, aus Ägypten, aus Marokko, und über sie wurde aus dem Träumen etwas Greifbares. Vor zwanzig Jahren dann meine erste eigene Reise nach Marokko – und der Funke, der bis heute brennt. Über Jordanien und Ägypten bin ich schließlich auf die arabische Halbinsel gekommen, in die Emirate und nach Oman.

Was mich bis heute begeistert, sind vor allem die Begegnungen. Die Herzlichkeit, mit der man empfangen wird, oft von Menschen, die einen gerade erst kennengelernt haben. Dazu die Landschaften – die endlosen Dünen der Rub al-Chali, die Bergwelt von Jebel Akhdar und Jebel Shams, der Hohe Atlas in Marokko, die Küsten. Und die Küche. Essen gehört für mich untrennbar zum Reisen, und ob ägyptisch, marokkanisch, omanisch oder saudisch – am gemeinsamen Tisch habe ich die schönsten Momente dieser Region erlebt.

Orte, die mich besonders begeistern:

Ägypten – Geschichte und ein Tisch voller Fremder, die zu Freunden wurden

Die Pyramiden von Gizeh, die Sphinx, die Totenstadt von Saqqara – dieses jahrtausendealte Fundament beeindruckt mich bis heute. Aber der Moment, der mir am stärksten geblieben ist, spielte sich in einem kleinen Restaurant im Zentrum von Kairo ab, das sich ganz auf Koshari spezialisiert hat, das ägyptische Nationalgericht. Wir saßen mit unserem Guide beim Essen, als eine ägyptische Familie am Nachbartisch ins Gespräch mit uns kam. Wir schoben die Tische zusammen und aßen gemeinsam, redeten über Gott und die Welt, und sie brachten immer wieder zum Ausdruck, wie sehr sie sich freuten, dass wir ihr Land besuchen. Diese Verbindung aus uralter Geschichte und einer so spontanen, echten Begegnung – das ist für mich Ägypten.

Saudi-Arabien – eine Nacht in der Hisma-Wüste

Die Hisma-Wüste erreicht man von Tabuk aus, und viele fahren nur für einen Tag hinein. Wir haben mit unserem saudischen Guide dort übernachtet. Einen ganzen Tag sind wir mit dem Allradwagen durch diese kaum erschlossene Felslandschaft gefahren, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Am Abend machte unser Guide ein Lagerfeuer und kochte Kabsa, ein traditionelles saudisches Reisgericht mit Hähnchen, das wir gemeinsam mit den Händen aßen, unter einem Sternenhimmel, wie man ihn selten sieht. Am nächsten Morgen bemerkten wir eine kleine Kamelfarm ein paar Hundert Meter entfernt. Wir liefen hinüber, lernten die Kamelhirten kennen – Männer aus dem Sudan – und wurden spontan zum Frühstück eingeladen. Am Boden sitzend, mitten in dieser Weite, aßen wir zusammen. Diese Mischung aus abgeschiedener Landschaft und ungeplanter Begegnung hat den Ort für mich besonders gemacht.

Marokko – Marrakesch mit allen Sinnen

Marrakesch ist eine Stadt, in der man sich verlieren kann – in den weitverzweigten Souks, auf dem Djemaa el-Fna mit seinen Gauklern, Geschichtenerzählern und dem ständigen Auf und Ab von Klängen, Gerüchen und Menschen. Am meisten in Erinnerung geblieben ist mir eine Street-Food-Tour mit einem lokalen Guide. Wir begannen etwas außerhalb der Altstadt und probierten uns durch die marokkanische Küche: traditionelle Süßigkeiten, Tee, zum ersten Mal in meinem Leben frischer Avocadosaft. Das Herzstück war eine Tangia, die Marrakesch-Spezialität – Lamm mit eingelegten Zitronen, in einem hohen Tontopf über Stunden langsam gegart. Wir waren an Orten, an die man als Tourist sonst kaum kommt, und sprachen mit unserem Guide nicht nur über Gott und die Welt, sondern über Gerichte, Gewürze und Geschmäcker. Als Hobbykoch war das für mich ein kleines Fest.

Oman – Shuwa in Misfat al Abriyeen

Der Weg dorthin war schon ein Abenteuer: eine adrenalingeladene Offroad-Strecke durch die Berge, die ich jedem empfehle, der sich für einen sicheren und mutigen Fahrer hält und für den ein bisschen Nervenkitzel zum Reisen dazugehört. Am Ende erwartete uns Misfat al Abriyeen, ein altes Lehmdorf am Fuße des Jebel Shams. Ein Koch aus dem Dorf wartete bereits auf uns, und gemeinsam bereiteten wir Shuwa zu, ein Gericht, das in Oman zu den besonderen Anlässen gehört. Das Lammfleisch wird mit Gewürzen und Öl eingerieben, in Palm- und Bananenblätter gewickelt, in Sackleinen eingeschlagen und über Nacht in einer verschlossenen Erdgrube langsam gegart, bis es fast von selbst vom Knochen fällt. Ich durfte selbst mit anpacken. Am nächsten Tag saßen wir zusammen und aßen, was wir am Vortag vorbereitet hatten. Zu wissen, dass ich an dieser langsamen, traditionellen Zubereitung beteiligt war, hat dieses Essen für mich unvergesslich gemacht.

Wohin ich bereits gereist bin

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