Philip Eichkorn
Geschäftsführer / MD
Ich bin Philip Eichkorn, Geschäftsführer von Take Memories und in dieser Rolle auch für Orient Memories verantwortlich. Mein Weg führte mich durch alle klassischen Etappen der Branche – vom Reisebüro über eine DMC bis zum Reiseveranstalter – und vor allem dorthin, wo der Asphalt aufhört. Seit über 20 Jahren ist der Orient meine Kernkompetenz, mit Schwerpunkt auf Saudi-Arabien, Libanon, Jordanien, Ägypten und Oman.
Was mich am Orient bis heute am meisten berührt, ist die bedingungslose Herzlichkeit der Menschen – sie tragen ihre Lebensfreude und ihren Stolz nach außen, auch wenn der Alltag oft schwer auf ihnen lastet.
Auf meiner Bucketlist
Syrien
Syrien wollte ich schon immer besuchen, aber seit dem Bürgerkrieg 2011 war das lange nicht wirklich möglich. Seit dem Sturz der Diktatur 2024 habe ich neue Hoffnung geschöpft, dass sich das ändert. Damaskus ist die am längsten durchgehend bewohnte Hauptstadt der Welt, Aleppo einer der ältesten besiedelten Orte überhaupt – aber mir geht es vor allem um die Menschen: die tief verwurzelte Gastfreundschaft und Herzlichkeit eines gebeutelten Volkes, für das die Bewirtung eines Gastes fast etwas Heiliges ist, die syrische Küche und der inspirierende Zusammenhalt der Menschen.
Meine nächste Reise
Ägypten
Als Nächstes geht es für mich nach Ägypten, ein Land, das ich schon mehrfach bereist habe und in dem wir uns bewusst abseits der bekannten Routen bewegen. Ich besuche endlich die Siwa-Oase, die nur mit einem Militärflugzeug erreichbar ist und seit Langem auf meiner Liste steht. Ich freue mich besonders auf die neuen Hotels dort und darauf, diese Destination für unsere Gäste weiter zu erschließen.
Wie der Orient mein Herz eroberte
Meine Faszination für die arabische Welt begann nicht auf einer Reise, sondern im Kinderzimmer: mit den Geschichten aus 1001 Nacht, die mir vorgelesen wurden. Dieser Zauber hat mich nie wieder losgelassen. Ursprünglich wollte ich Islamwissenschaften studieren, bin dann aber über die Reisebranche gegangen – vom Reisebüro über eine DMC bis zum Reiseveranstalter. Gemeinsam mit meinem Geschäftspartner Stefan habe ich 2014 in der glühenden Hitze der Wahiba Sands die ersten Zelte eigenhändig in den Dünensand gerammt, zu einer Zeit, als es noch kein Team, keine festen Strukturen gab und das Wort Glamping gerade erst erfunden wurde. Daraus ist Take Memories Travel Design entstanden.
Der Mittlere Osten ist bis heute meine Kernkompetenz. Ich habe die Region ausgiebig bereist, auch Länder wie Syrien, Libanon und Jemen, die es touristisch schwer haben und oft unterschätzt werden, und dafür auch mal jahrelang auf ein Visum für Saudi-Arabien gewartet, um als einer der Ersten unberührte Ecken für unsere Gäste zu erschließen. Mit TheOmanExpedition haben wir als erstes Unternehmen überhaupt die Rub al Khali, die größte Sandwüste der Welt, auf Selbstfahrerbasis durchquert. Mein Anspruch ist dabei immer das unverfälschte Erlebnis, weit weg von der Stange – Produkte, die ich selbst am Reißbrett entwerfe und auf Herz und Nieren prüfe, bevor ich sie unseren Gästen anbiete. Was mich bis heute am meisten begeistert, ist die ursprüngliche arabische Gastfreundschaft. Über meine Themen spreche ich auch in Tourismus-Podcasts und als Dozent an der CBS International Business School in Köln – wenn ich nicht gerade als Fußballtrainer an der Seitenlinie stehe.
Orte, die mich im Orient besonders begeistern
Saudi-Arabien
Meine erste Reise nach Saudi-Arabien war etwas ganz Außergewöhnliches. Lange Jahre hatte ich auf ein Visum gewartet und auf die Gelegenheit gehofft, das Land zu besuchen. Im Winter 2020 war es schließlich so weit. Die Stadt, geprägt durch ihre Nähe zu Mekka und ihren eigenen Hafen, war unglaublich offen, modern und multikulturell. Saudi-Arabien zog mich vom ersten Moment an in seinen Bann. In Medina war ich einer der ersten Christen, die diese Stadt besuchen durften, und in AlUla hatte ich die beeindruckenden Felsengräber und Naturwunder fast ganz für mich allein. Dieses Pioniergefühl und die zahlreichen Begegnungen, die für die Einheimischen oft die ersten mit Touristen waren, machten diese Reise für mich als Arabien-Liebhaber zu einem einzigartigen Erlebnis, das ich nie vergessen werde.
Oman
Ich weiß kaum, wo ich bei Oman anfangen soll. Hier habe ich mein Business gestartet, bin mit einem Zelt und ohne Handyempfang ins Outback gezogen und habe von dort aus unsere ersten Gäste betreut. Oman war das erste Land, in das ich mich schockverliebt habe, und diese Liebe hat mich nie wieder losgelassen. Es sind die Menschen mit ihrer Reinheit und Herzlichkeit, und die Vielfalt des Landes zwischen Oasen, Bergen und endloser Wüste. Es gibt noch immer Orte in Oman, an denen außer Natur und ein paar Locals einfach nichts ist – und genau das macht dieses Land für mich bis heute so besonders. Wer noch nicht dort war, sollte das so schnell wie möglich ändern.
Libanon
Der Libanon überrascht mich auf so vielen Ebenen, dass ich nie aufhöre, ihn zu entdecken. Was mich an den Menschen am meisten beeindruckt: Sie haben so viele Krisen durchlebt und stehen doch immer wieder auf. Beirut ist eine moderne, offene Stadt mit großartigen Bars und Clubs, und die Menschen dort waren lebensfroh, egal was um sie herum passierte – auch wenn das Land es gerade besonders schwer hat. Landschaftlich ist der Libanon unglaublich vielfältig, aber am meisten umgehauen hat mich der Tempel von Baalbek – ich kenne kaum eine besser erhaltene antike Stätte. Und dann die Weingüter, die man in dieser Region einfach nicht erwartet.
Jordanien
Jordanien gehört und bleibt eines meiner Lieblingsländer im Orient – man muss nur wissen, welche Regionen man zu welcher Jahreszeit bereist. Petra, bevor die großen Besuchergruppen eintreffen, ist für mich weiterhin magisch. Amman liebe ich für sein authentisches, raues und lautes Lebensgefühl. Und die Abwechslung ist enorm: von Wadi Rum über Petra bis ans Rote Meer, wo am Wochenende viele Locals selbst Urlaub machen und ein ganz eigener, entspannter Vibe herrscht.
Ägypten
Ägypten hat mich komplett gepackt, und die Destination ist gerade der große Trend in der arabischen Welt. Das neue Ägyptische Museum ist für mich das spektakulärste Museum, das ich kenne. Eine Fahrt auf einer der neuen, alten Holz-Dahabiyas auf dem Nil ist für mich die schönste Art zu reisen – das Leben am Nil zieht einfach an einem vorbei. Und es gibt noch so viele Geheimtipps abseits der bekannten Route, wie Fayoum oder die Siwa-Oase. Was mich an Ägypten am meisten berührt, ist die Herzlichkeit der Menschen, die es oft nicht leicht haben und ihre Lebensfreude trotzdem zu jeder Tages- und Nachtzeit auf der Straße zeigen.
Erwähnungen
Ich habe in verschiedenen renommierten Publikationen Beiträge veröffentlicht und wurde erwähnt, darunter in der FAZ, Leadersnet, Kölner Wissenschaftsrunde, Spiegel, DUP Magazin, Touristik Aktuell, TIP Online, Travelnews, CBS, Golfregional und Vogue:
- FOCUS "Superstar-Produzent Avicii und der Oman"
- Frankfurter Allgemeine (FAZ) "Unternehmensgründung im Oman"
- Leadersnet (Luxury News) "Philip Eichkorn im Interview"
- SPIEGEL "Oman Reise währen Corona Pandemie"
- Vogue Germany "Yoga in der Wüste von Oman"
Wohin ich bereits gereist bin
Oman
Majestätische Wüstenlandschaften, eine traditionsreiche Kultur und ein Hauch von Tausendundeiner Nacht – in dem Land, in dem ich mit Canvas Club Glamping in der Wüste angefangen habe und das bis heute meine zweite Heimat ist.
Jemen
Zerklüftete Küsten, unberührte Fischerdörfer und pure arabische Gastfreundschaft – dort, wo ich mit meinem Team als erste DMC im Oman Tagesausflüge von Salalah aus anbiete, zu frisch getauchten Hummern am Strand von Hawf und Begegnungen, die mich nie wieder losgelassen haben.
Ägypten
Uraltes Erbe, der Nil als schönste Art zu reisen und Geheimtipps wie Fayoum oder die Siwa-Oase, die kaum jemand kennt – Ägypten hat mich komplett gepackt, mit einem der spektakulärsten Museen der Welt und Menschen, deren Lebensfreude sich von nichts unterkriegen lässt.