Ein großes weißes Flussschiff mit mehreren Decks fährt tagsüber auf einem ruhigen Fluss und wird von einem kleineren traditionellen Segelboot mit großem weißen Segel begleitet, beide spiegeln sich im Wasser.

Nilkreuzfahrt der Luxusklasse

Sechs Schiffe auf dem Nil – von 9 bis 44 Kabinen und Suiten

Sechs Schiffe auf dem Nil – von 9 bis 44 Kabinen und Suiten

Zwischen Luxor und dem ersten Katarakt liegt die Strecke, auf der eine Nilkreuzfahrt der Luxusklasse fährt – dieselbe Strecke, die auch die gesamte übrige Flussflotte des Landes befährt. Das ägyptische Tourismusministerium zählt landesweit 237 lizenzierte schwimmende Hotels, von denen 180 in Betrieb sind, während die übrigen in Renovierung liegen. Sechs von ihnen stehen in dieser Übersicht nebeneinander.

Die Spanne dieser Auswahl ist weiter, als der gemeinsame Begriff vermuten lässt. Eine Nilkreuzfahrt in Ägypten heißt für die einen ein Motorschiff mit 44 Einheiten, für die anderen eine Dahabiya mit 9 Kabinen und Suiten. Dazwischen liegt alles, was der deutsche Markt führt, und die beiden Enden trennt mehr als nur die Zahl der Kabinen.

Diese Seite gehört zu den Reisen, die Orient Memories in Ägypten zusammenstellt, und sie ordnet die sechs Schiffe nach denselben Spalten. Wo ein Betreiber eine Angabe nicht veröffentlicht, steht das hier auch so. Die Kreuzfahrt ist dabei die Etappe einer Reise durch Ägypten und kein für sich stehendes Produkt.

Geschrieben von: Nils Lindhorst Zuletzt aktualisiert am: 16. September 2026

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Nilkreuzfahrt – sechs Schiffe im Vergleich

Die sechs Schiffe dieser Nilkreuzfahrt teilen sich in drei Dahabiyas und drei Motorschiffe auf derselben Strecke am Nil. Die kleinste Einheit führt neun Kabinen und Suiten, die größte vierundvierzig – dazwischen trennen sich die Bauformen in Tiefgang, Gästezahl und Halteberechtigung. Die Auswahl ist keine Marktübersicht, weil sie genau die sechs Nilschiffe zeigt, die dieses Haus im Programm hat. Zwei davon stehen als Etappe in einem Reiseverlauf, die übrigen vier als einzelne Schiffsseite ohne eigenen Reisebezug.

Zehn Spalten vergleichen dieselben Merkmale, und fünf davon bleiben bei mehreren Schiffen leer. Die ausgewiesenen Längen reichen von 50 m bis 72 m, während drei Schiffe gar keine tragen – ein Baujahr nennt kein einziger der sechs Betreiber, und vier veröffentlichen keine Quadratmeterzahl. Die Spalte „Bauart" ist eine Einordnung dieser Seite und keine Betreiberangabe, weil vier der sechs Betreiber gar keinen Antrieb ausweisen. Wo eine Angabe fehlt, steht „nicht ausgewiesen" und keine Schätzung.

Schiff

Kabinen und Suiten

Kabinenfläche

Baujahr

Länge

Tiefgang

Route und Dauer

Bauart

Antrieb

Für wen

Nile Canopus

Kabinen und Suiten: 10, davon 4 Suiten

Kabinenfläche: nicht ausgewiesen

Baujahr: nicht ausgewiesen; Stil der 1920er-Jahre

Länge: 55 m

Tiefgang: nicht ausgewiesen; der Betreiber nennt nur „shallow draft"

Route und Dauer: Luxor–Assuan, 3 oder 4 Nächte in beide Richtungen, 7 Nächte als Rundreise

Bauart: Dahabiya

Antrieb: zwei große Dreieckssegel; was bei Windstille geschieht, ist nicht ausgewiesen

Für wen: einziges Schiff der Auswahl mit dem namentlichen Ankerplatz Bessaw

ORO Luxury Dahabiya

Kabinen und Suiten: 9 Einheiten – 1 Master Suite, 2 Junior Suiten, 6 Luxury Rooms; höchstens 18 Gäste

Kabinenfläche: nicht ausgewiesen

Baujahr: nicht ausgewiesen

Länge: 50 m, Breite 7,5 m

Tiefgang: 0,8 m

Route und Dauer: Assuan–Luxor 4 Nächte, Gegenrichtung 5 Nächte

Bauart: Dahabiya

Antrieb: traditionelle Segel, Reisegeschwindigkeit 4 bis 5 Knoten

Für wen: kleinste Einheitenzahl und geringster ausgewiesener Tiefgang der sechs; einziges Schiff der Auswahl, das Gebel el-Silsila anläuft

The Oberoi Zahra

Kabinen und Suiten: 28

Kabinenfläche: Luxury Cabin 26,4 qm; Luxury Suite 115 qm gesamt und 50 qm innen; Suite mit zwei Schlafzimmern 92 qm

Baujahr: nicht ausgewiesen

Länge: nicht ausgewiesen

Tiefgang: nicht ausgewiesen

Route und Dauer: Assuan und Luxor in beide Richtungen, 3, 4 und 7 Nächte, dazu eine Variante bei niedrigem Wasserstand; Abfahrten dienstags und samstags

Bauart: Motorschiff

Antrieb: nicht ausgewiesen

Für wen: größte ausgewiesene Suitenfläche der sechs mit 115 qm gesamt

The Oberoi Philae

Kabinen und Suiten: 22

Kabinenfläche: Luxury Cabin 36 qm; Luxury Suite 55 qm; Suite mit Terrasse 85 qm gesamt und 55 qm innen

Baujahr: nicht ausgewiesen

Länge: nicht ausgewiesen

Tiefgang: nicht ausgewiesen

Route und Dauer: Assuan und Luxor in beide Richtungen, 4 Nächte und 6 Nächte, dazu eine Variante bei niedrigem Wasserstand; Abfahrten dienstags und samstags

Bauart: Motorschiff

Antrieb: nicht ausgewiesen

Für wen: größte Standardkabine im Vergleich mit 36 qm; eigener Anleger mit Zugang für Gäste mit Bewegungseinschränkung

Cleo

Kabinen und Suiten: 10 – 2 Panorama-Deluxe-Suiten mit Balkon, 4 Doppelkabinen, 4 Zweibettkabinen

Kabinenfläche: nicht ausgewiesen

Baujahr: nicht ausgewiesen

Länge: nicht ausgewiesen

Tiefgang: nicht ausgewiesen

Route und Dauer: ab Luxor Richtung Assuan; Nächte und Halte nicht ausgewiesen

Bauart: Dahabiya

Antrieb: nicht ausgewiesen

Für wen: nicht ausgewiesen

MS Historia

Kabinen und Suiten: 44 – 32 Kabinen und 12 Suiten; 88 Gäste, 40 Crew

Kabinenfläche: nicht ausgewiesen

Baujahr: nicht ausgewiesen

Länge: 72 m, 5 Decks, 310 bis 320 t

Tiefgang: 1,40 m

Route und Dauer: Luxor und Assuan in beide Richtungen, 3, 4 oder 7 Nächte; Halte nicht ausgewiesen

Bauart: Motorschiff

Antrieb: nicht ausgewiesen; Reisegeschwindigkeit 15 bis 20 km/h

Für wen: größte Einheitenzahl und meiste Bordinfrastruktur der sechs; zugleich der höchste Tiefgang

Zwei Spalten trennen die Schiffe schärfer als die Kabinenzahl. Der Tiefgang reicht von 80 cm bei der flachsten Dahabiya bis 140 cm beim größten Motorschiff, und davon hängt ab, welche Ankerplätze überhaupt erreichbar sind. Die zweite Spalte ist die Kabinenfläche, und dort weist The Oberoi Philae die größte Standardkategorie des Vergleichs aus.

Flotte und Strecke in Zahlen

Die folgenden Spannen beziehen sich auf die 6 Schiffe dieser Seite und nicht auf die Flotte des Landes. Wo ein Wert nur für einen Teil von ihnen vorliegt, steht dabei, wie viele Betreiber ihn ausweisen und wie viele die Angabe offenlassen. Die Werte stammen von den Betreiberseiten, wo eine vorliegt, und sonst aus dem eigenen Bestand.

1# Schiffe im Vergleich

sechs, davon drei Dahabiyas und drei Motorschiffe

2# Einheiten je Schiff

9 bis 44 Kabinen und Suiten

3# Tiefgang

0,8 m bis 1,40 m; nur zwei der sechs Betreiber weisen ihn aus

4# Schiffslänge

50 m bis 72 m; für drei Schiffe nicht ausgewiesen

5# Reisedauer

3 bis 7 Nächte

6# Feste Abfahrtstage

dienstags und samstags bei beiden Oberoi-Schiffen; die übrigen vier weisen keinen festen Tag aus

7# Saison

Oktober bis April auf allen sechs Ägypten-Reisen des Hauses

Belegte und offene Schiffsdaten

Was wir belegen können — und was nicht

Drei Zahlenwidersprüche ließen sich ohne Rückfrage auflösen, und alle drei gehen gegen den eigenen Bestand. The Oberoi Zahra führt heute 28 Kabinen und Suiten, während ältere Angaben – auch die eigenen Hotelseiten – 27 nennen, und die MS Historia kommt auf 44 Einheiten statt auf die dort genannten „rund 40". Bei der Philae stammten die kursierenden Kabinenmaße vom Schwesterschiff, und die Betreiberseite trennt beide Schiffe eindeutig.

Anderes bleibt offen, und das steht so auch da. Kein einziger der sechs Betreiber nennt ein Baujahr, und bei vier Schiffen fehlt jede Quadratmeterangabe – bei der Nile Canopus, der ORO Luxury Dahabiya, der Cleo Dahabeya und der MS Historia. Einen Tiefgang weisen nur zwei der sechs Betreiber überhaupt aus, und für die übrigen vier bleibt damit offen, welche Uferstellen sie erreichen.

Im deutschen Netz kursiert die Zahl von rund 300 Nilschiffen. Sie passt weder zu den 237 lizenzierten Einheiten des Ministeriums noch zu den rund 100 schwimmenden Hotels, die ein ägyptisches Branchengremium für die Strecke selbst nennt – ein Gremium ist keine Behörde, und diese Einschränkung gehört zu der Zahl. Keine der beiden Fundstellen, die die höhere Zahl führen, nennt dafür eine Quelle.

Angaben recherchiert im September 2026.

Kleines Schiff oder Motorschiff

Wer ein kleines Schiff sucht, entscheidet sich nicht gegen Komfort, sondern gegen Kapazität. Der eigene Ratgeberbestand trennt die Klassen bei 50 bis 70 Kabinen für das Großschiff und sechs bis zwölf Kabinen für die Dahabiya, während die Schiffe dieser Auswahl beide Enden abdecken. Beide Klassen fahren dieselbe Strecke zwischen Luxor und Assuan.

Das erste Kriterium ist der Tiefgang und nicht die Kabinenzahl. Die ORO Luxury Dahabiya liegt flacher im Wasser als jedes andere Schiff dieser Auswahl, das seinen Tiefgang überhaupt ausweist – welche Halte daraus folgen, sagt keine der Quellen. Die Zahl der Kabinen sagt darüber ebenso wenig aus, denn zwei Schiffe mit gleicher Belegung können völlig verschieden tief im Wasser liegen.

Das zweite Kriterium ist die Halteberechtigung am Ufer. Zwei Betreiber schreiben unabhängig voneinander, dass große Kreuzfahrtschiffe in Gebel el-Silsila nicht anlegen dürfen, während die MS Historia mit 88 Gästen an Bord diesen Halt gar nicht erst ausweist. Warum die Regel gilt, sagt keiner von beiden.

Das dritte Kriterium führt regelmäßig in die Irre. Innerhalb der Flotte von Nour El Nil reichen die Kategorien von 14,75 qm bis 29,50 qm, während das Schwesterschiff derselben Reederei noch darunter liegt – die Bauform sagt über die Fläche nichts. Bei den beiden Motorschiffen derselben Marke ist es nicht anders.

Ein viertes Kriterium steht selten in einem Prospekt. Beide Motorschiffe der Reederei Oberoi führen eine eigene Routenvariante für niedrigen Wasserstand, und eines von ihnen wirbt mit einem privaten Anleger, der Gästen mit Bewegungseinschränkung Zugang bietet. Feste Abfahrtstage gibt es dort dienstags und samstags, bei den übrigen vier Schiffen keinen einzigen ausgewiesenen Tag.

Das letzte Kriterium ist die Dauer der Fahrt. Ein Betreiber im Feld weist eine Mindestdauer von drei Nächten aus, eine Mindestpersonenzahl nennt dagegen keiner – wer nur 3 Nächte fährt, sieht die Strecke in einer Richtung. Die Auswahl entscheidet sich an diesen fünf Punkten und nicht an der Bauform.

Dahabiya unter Segeln

Eine Dahabiya – bei manchen Häusern Dahabieh geschrieben, bei anderen wie der Cleo Dahabeya mit abweichender Endung – ist ein Segelschiff ohne eigenen Antrieb, und im deutschen Vergleichsfeld prüft diese Zuschreibung keine einzige Seite nach. Drei der sechs Schiffe dieser Auswahl sind Dahabiyas. Was sie tatsächlich antreibt, steht auf zwei Betreiberseiten und auf einer nicht.

Die Nile Canopus fährt unter zwei großen Dreieckssegeln, so steht es bei Relais & Châteaux. Der Betreiber nennt dazu einen geringen Tiefgang, ohne ihn zu beziffern, und beschreibt das Schiff als lautlos gleitend – eine Zahl zum Tiefgang liefert er nicht. Die Angabe zum Segel steht dort im Wortlaut, während die Frage nach dem Verhalten bei ausbleibendem Wind auf derselben Seite offenbleibt.

Die ORO Luxury Dahabiya führt traditionelle Segel und gibt als Reisegeschwindigkeit 4 bis 5 Knoten an. Das ist die einzige Geschwindigkeitsangabe unter den drei Dahabiyas dieser Auswahl, und sie passt zu einem Rumpf, der flacher liegt als jeder andere im Vergleich. Für die Cleo Dahabeya fehlt dagegen jede Angabe zum Antrieb – die Betreiberseite nennt nur das Auslaufen ab Luxor und kein Wort zu Motor, Generator oder Begleitboot.

Im Markt lesen sich andere Angaben deutlich schärfer. Ein deutscher Betreiber schreibt von „Segel- bzw. Schleppantrieb (bei mangelndem Wind)", für die Sonesta Amirat weist ein Vermittler ein Begleitboot aus, das bei Flaute schleppt, und Djed wirbt umgekehrt mit „no engine aboard". Zwei der drei Quellen sagen damit ausdrücklich, was bei Flaute geschieht, die dritte schließt lediglich einen Motor an Bord aus.

An genau dieser Stelle endet der belegbare Teil. Weder Relais & Châteaux noch die Betreiberseite der ORO sagt, was bei Windstille geschieht, und keine der drei schließt ein Begleitboot aus – „Segel vorhanden" ist nicht dasselbe wie „fährt unter Segeln". Wer diese Zusage braucht, fragt sie vor der Buchung ab.

Ein traditionelles Segelboot mit großem, dreieckigem Segel fährt auf einem Fluss, im Hintergrund eine Stadt mit Palmen unter klarem Himmel.

Ein traditionelles Segelboot unter großem dreieckigem Segel, im Hintergrund Palmen und eine Stadt.

Routen und Ankerplätze am Nil

Die Bauform entscheidet, wo das Schiff überhaupt halten darf. In Gebel el-Silsila dürfen große Kreuzfahrtschiffe nicht anlegen, und El Kab liegt auf beiden erhobenen Dahabiya-Routen, auf keiner Route eines Motorschiffs dagegen. Warum das so ist, schreibt keiner der beiden Betreiber – Esna trennt die Welten dann noch deutlicher.

Die Ankerplätze der kleinen Schiffe tragen Namen, die im deutschen Netz kaum vorkommen: die Insel Quessia, Wadi el Shat, die Insel Maniha, El Fawaza, das nubische Dorf El Koubania und der Markt von Daraw. Bessaw kommt in der gesamten Erhebung genau einmal vor, und zwar bei der Nile Canopus. Kein Motorschiff der Auswahl weist einen dieser Halte aus, und in den Routenlisten der großen Schiffe tauchen die Namen an keiner Stelle auf.

Esna steht für beide Klassen, aber nicht auf dieselbe Weise. Die Dahabiyas starten dort und gehen zu Fuß zum Chnum-Tempel und auf den Souk, während die Motorschiffe die Schleuse passieren und weiterfahren – dieselbe Ortsmarke, zwei verschiedene Tage. Die Motorschiffe führen dieselbe Kette aus Kom Ombo, Edfu und Esna, und eines von ihnen weist zusätzlich Dendera und Abydos aus.

Zwei der sechs Betreiber weisen ihre Halte überhaupt nicht aus. Für die Cleo Dahabeya steht nur die Richtung ab Luxor, für die MS Historia verweist die Betreiberseite auf eine Auswahl von Routen, ohne einen Ort zu nennen – ob sie einen der Ankerplätze anlaufen, bleibt damit offen. Genau eines der sechs Schiffe nennt Gebel el-Silsila.

Die eigene Kreuzfahrt liegt in beiden Fällen zwischen dem ersten Katarakt und Luxor. „ Ägypten exklusiv erleben " führt sie als Etappe 3 mit 4 Nächten auf der Nile Canopus, und die Fahrt geht stromabwärts, mit Halten in Kom Ombo und Edfu. Wer die kleineren Ankerplätze sehen will, braucht ein Schiff, das dort überhaupt festmachen darf.

Eine landschaftliche Aussicht auf den Nil mit Booten, grünen Ufern und Wüstenhügeln in Ägypten.

Blick über den Fluss mit Booten, grünen Ufern und Wüstenhügeln dahinter.

Die Strecke nördlich von Luxor

Nördlich von Luxor verkehren Schiffe, nur nicht diese sechs. Der ägyptische Tourismusminister zählt die lizenzierten Einheiten ausdrücklich einschließlich derer, die die langen Fahrten zwischen Kairo und dem Süden bedienen, und im deutschen Markt steht diese Strecke mit 14 Nächten im Programm. Die Langstrecke fährt zum Teil eine andere Flotte, zum Teil dasselbe Schiff auf einer anderen Route.

Der Engpass liegt nicht bei Esna, 60 km südlich von Luxor. Die begrenzende Stelle ist die Schleuse Assiut, dazu kommen die Brücken bei Sohag und Nag Hammadi – so beschreibt es ein ägyptischer Reiseanbieter und keine Behörde. Das 2018 eingeweihte Wehr dort hat zwei Kammern von je 156 m Länge, obwohl die MS Historia nur 72 m misst und damit weit hineinpasst. Welche Größe die Strecke tatsächlich begrenzt, bleibt damit unbelegt.

Für diese Strecke gibt es hier kein Produkt. Die eigene Kreuzfahrt ist in beiden Reisen die Etappe zwischen dem ersten Katarakt und Luxor – in „ Eine Reise durch Jahrtausende " als dritte Etappe auf der ORO Luxury Dahabiya. Wer ab Kairo auf dem Wasser fahren will, findet das bei anderen Veranstaltern mit elf Nächten und bis zu zwölf Stopps. Das steht hier, weil die Suchanfrage ein Angebot vermutet, das es kaum gibt.

Die Anreise beantwortet die Frage sehr viel praktischer. Kairo und der Süden liegen per Linienflug 1 Stunde 20 Minuten auseinander, bei 48 Verbindungen pro Woche, und ein Nachtzug fährt seit Oktober 2024 ab dem Bahnhof Bashtil in Gizeh. Welches Verkehrsmittel eine Reise nutzt, steht im jeweiligen Reiseverlauf und nicht hier.

Inklusivleistungen an Bord und an Land

Der Leistungsumfang folgt nicht dem Preisniveau des Angebots. Im untersuchten Vergleichsfeld schließt das teuerste Angebot Trinkgelder, weitere Getränke an Bord, die Ballonfahrt und den Flug nach Abu Simbel aus, während das günstigste die Trinkgelder an Bord und bei den Ausflügen einschließt. Diese Reihenfolge lässt sich aus dem Angebot nicht ableiten, und wer nur auf den Zuschnitt einer Leistungsliste schaut, vergleicht zwei verschiedene Dinge.

Bei den Getränken zeigt sich das am schärfsten. Ein Anbieter beziffert seine Leistung auf 2 Flaschen Wasser je Kabine und Tag, ein zweiter nennt Mineralwasser, Tee und Kaffee, und ein dritter nimmt Bier und Wein ausdrücklich aus. Dazwischen steht die undefinierte Formel „ausgewählte Getränke". Was sie im Einzelnen umfasst, schreibt kein Anbieter dazu.

Am anderen Ende des Feldes steht der volle Zuschnitt. Anbieter im Pauschalsegment führen Eintritte, Visagebühren, zwei Inlandsflüge ab Kairo und sämtliche Transfers als benannte Positionen, während dieselben Posten anderswo als fakultativ laufen – der Zuschnitt schwankt stärker als die Ausstattung der Schiffe. Zwei Angebote nebeneinanderzulegen hilft deshalb wenig.

Bei den Sondertickets ist die Lage besonders eindeutig. Kein einziger untersuchter Anbieter weist das Grab Sethos I., das Grab der Nofretari oder die Innenbesichtigung der Cheopspyramide als Inklusivleistung aus, und einer formuliert sogar ausschließend: enthalten seien die Eintritte der im Paket enthaltenen Sehenswürdigkeiten. Wer diese Gräber sehen will, plant sie gesondert ein.

Der ehrlichste Punkt dieser Seite betrifft das eigene Haus. Auf keiner der sechs Ägypten-Reisen steht heute ein Abschnitt „Leistungen" oder „Nicht enthalten", und alle sechs tragen im Preisfeld denselben Vermerk. Für die Saison 2026/2027 ist das der erste Punkt, der sich ändern muss. Das ist die Lücke, die diese Seite bei sich selbst benennt, bevor sie andere misst.

Sind Sie bereit für Ihre Nilkreuzfahrt?

Rundreisen mit Nilkreuzfahrt

Zwei Rundreisen dieses Hauses führen die Kreuzfahrt als dritte Etappe im Verlauf. Die eine fährt 4 Nächte auf der Nile Canopus, die andere 3 Nächte auf der ORO Luxury Dahabiya, beide zwischen dem ersten Katarakt und Luxor und beide stromabwärts. Auf beiden Reisen ist die Kreuzfahrt der mittlere Abschnitt und weder der Anfang noch das Ende.

Die sechs Nilschiffe im Einzelnen

Von der Nile Canopus bis zur MS Historia hat jedes Schiff eine eigene Seite mit den Kabinenkategorien im Einzelnen. Dort stehen die Flächen je Kategorie, die Deckangaben, soweit der Betreiber sie ausweist, und die Konditionen – auf dieser Seite steht nur, was alle sechs Schiffe vergleichbar macht. Die beiden Schiffe mit Reiseverlaufsbeleg stehen dabei vorn.

Bereit für Ihr größtes Abenteuer?

Häufige Fragen zur Nilkreuzfahrt

Welche Nilkreuzfahrt ist die beste?

Eine beste gibt es nicht, und das ist keine Ausweichantwort, sondern das Ergebnis von Kriterien, die in verschiedene Richtungen zeigen. Die sechs Schiffe unterscheiden sich in der Einheitenzahl von 9 bis 44, im Tiefgang und darin, welche Halte sie anlaufen dürfen. Ein Schiff, das in Gebel el-Silsila nicht anlegen darf, fährt eine andere Reise als eines, das dort ankert.

Dahabiya oder Motorschiff?

Die Bauform allein sagt über die Kabinenfläche nichts. Innerhalb derselben Reederei stehen 36 qm gegen 26,4 qm in der Standardkategorie, und beide Schiffe sind Motorschiffe – die Trennlinie liegt beim Tiefgang und bei den Halten. El Kab liegt auf beiden Dahabiya-Routen und auf keiner Route eines großen Schiffs.

Segelt eine Dahabiya wirklich?

Für zwei der drei Dahabiyas steht die Antwort wörtlich in der Beschreibung des Schiffs. Die Nile Canopus fährt unter zwei großen Dreieckssegeln, die ORO Luxury Dahabiya führt traditionelle Segel bei 4 bis 5 Knoten, und für das dritte Schiff fehlt jede Angabe. Im Markt gibt es Gegenbeispiele mit Schleppantrieb bei Flaute und Begleitboot, und was auf den drei Dahabiyas dieser Auswahl bei Windstille geschieht, sagt keine der Seiten.

Wie lange dauert eine Nilkreuzfahrt?

Im Feld dieser sechs Schiffe sind es 3 bis 7 Nächte. Die kürzeste Fahrt führt in eine Richtung, die längste als Rundreise zurück, und ein Betreiber weist überhaupt keine Dauer aus. Der eigene Ratgeberbestand nennt für die klassische Strecke 5 Tage und 4 Nächte, und die beiden Motorschiffe einer Reederei fahren dazu noch eine eigene Variante für niedrigen Wasserstand.

Welche Kabinenlage?

Gesamtfläche und Innenfläche sind bei den Suiten zweierlei. Die Zahra weist ihre größte Kategorie mit 115 qm gesamt und 50 qm innen aus, und wer nur die größere Zahl liest, kauft eine Terrasse als Zimmer. Eine Deckangabe liegt nur für zwei der sechs Schiffe vor, weiter reicht der Beleg nicht.

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