Ein Segelschiff gleitet auf dem Fluss vor einem Hügel mit antiken Ruinen und einer kleinen Struktur an der Spitze.

Assuan – Nilstadt am ersten Katarakt

Tempelinseln und Nubien – der Weg nach Abu Simbel

Tempelinseln und Nubien – der Weg nach Abu Simbel

Am ersten Katarakt des Nils, 879 Bahnkilometer südlich von Kairo, liegt Assuan – für das ägyptische Antikenministerium das Bindeglied zwischen Ägypten und Afrika. Die alten Ägypter nannten die Stadt Sunn. Vor ihr liegen die Inseln Elephantine und Agilkia, hinter ihr beginnt der Stausee, der die nubischen Dörfer und einen Teil ihrer Tempel überflutet hat und bis in den Sudan hineinreicht.

Nach Abu Simbel führen von hier aus zwei Wege, einer durch die Luft und einer über die Straße. Im Flugplan stehen 13 Flüge pro Woche, Stand September 2026, und die reine Flugzeit beträgt 45 Minuten – alle Abflüge liegen am Vormittag, alle Rückflüge bis in den frühen Nachmittag. Die Straße führt durch die Wüste, und ihren Konvoistatus weist heute keine Behörde aus.

Die großen Monumente stehen nicht mehr dort, wo sie gebaut wurden. Der Bau des Staudamms bedrohte die Denkmäler der ganzen Region, und eine über zwei Jahrzehnte laufende Kampagne der UNESCO brachte Tempel und Grabanlagen auf höher gelegenen Grund – seit 1979 stehen sie in Ägypten auf der Welterbeliste. Diese Seite ordnet, was von Assuan aus erreichbar ist, und schreibt hin, wo die Quellen nichts hergeben.

Geschrieben von: Nils Lindhorst Zuletzt aktualisiert am: 16. September 2026

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Anreise und Wege ab Assuan

Die Angaben in diesem Kasten betreffen Fernverbindungen ab Assuan, nicht die Wege im Stadtgebiet. Der Flugplan stammt von einem Aggregator und nicht von den Gesellschaften selbst, deshalb steht hinter jeder Frequenz ein Stichtag, hier der Stand September 2026. Die Strecke auf dem Wasser gehört nicht hierher – sie steht bei den Nilkreuzfahrten zwischen Luxor und Assuan .

1# Flug nach Abu Simbel

13 Flüge pro Woche, Stand 16. September 2026, im Schnitt rund zwei täglich – Flugzeit 45 Minuten, geflogen von EgyptAir und Air Cairo.

2# Abflugzeiten

hin zwischen 06:55 und 13:15, zurück zwischen 08:20 und 14:30, Rückflug 40 Minuten – keinen Nachmittagsflug hin.

3# Entfernung nach Abu Simbel

Flugstrecke 214 Kilometer, das Ministerium ordnet die Tempel rund 300 Kilometer südlich von Assuan ein.

4# Linienflug ab Kairo

41 Flüge pro Woche, Stand 16. September 2026, im Schnitt rund sechs täglich – Flugzeit 1 Stunde 20 Minuten, erster Abflug 04:00, letzter 23:20, fünf namentlich ausgewiesene Fluggesellschaften.

5# Nachtzug aus dem Norden

Betreiber seit 2023 Abela Trains, Abfahrt nicht ab Ramses, sondern ab dem Bahnhof Bashtil, alle Züge halten in Gizeh – täglich verkehren die Züge 82, 83, 86 und 87.

6# Fahrplanbeispiel

Zug 82 ab 21:10, an Assuan 11:10, Zug 87 ab Assuan 17:15, an Gizeh 06:05 – Abendessen und Frühstück im Tarif.

7# Schienenstrecke

879 Kilometer Kairo –Assuan.

8# Schnellbahn im Bau

zweite Linie von October City nach Assuan und Abu Simbel, 1.100 Kilometer, 36 Stationen, Abschnitt Assuan–Luxor 210 Kilometer, Wartungsdepots in Assuan, Abu Simbel und Safaga – ein Inbetriebnahmedatum nennt die Meldung nicht.

9# Assuan im Programm

Assuan ist in zwei Reisen des Hauses eine eigene Etappe – einmal zwei Nächte, einmal eine.

Assuans Tempel – Philae auf Agilkia

Die Tempel von Philae stehen nicht mehr auf Philae. Die UNESCO-Nubien-Kampagne der 1960er Jahre brachte die Monumente von der ursprünglichen Insel Philae auf die benachbarte Insel Agilkia, weil der Stausee die alte Insel dauerhaft überflutete. Die Behörde führt die Stätte deshalb bis heute unter dem Namen „Philae (Island of Agilkia)", und die neue Insel steht damit im amtlichen Welterbenamen. Erreichbar sind die Tempel nach Angaben desselben Ministeriums per Boot.

An Philae haben mehrere Epochen nacheinander gebaut und umgebaut. Den Isis-Tempel begann nach Angaben der Behörde Ptolemaios II. Philadelphos (285–246 v. Chr.), den Hathor-Tempel führten später Ptolemaios VI. und Augustus aus, und der Kiosk des Trajan stammt aus römischer Zeit. Die Reise Ägypten exklusiv erleben setzt zwei Nächte in Assuan an und führt den Philae-Tempel ausdrücklich im Etappentext. Abu Simbel steht in ihr fest im Programm, in der anderen Reise mit Assuan-Etappe dagegen als Option.

Zum Bootstransfer nach Agilkia gibt es dagegen keine belastbare Angabe. Weder eine Behörde noch ein Betreiber nennt einen Anleger, eine Wartezeit oder ein Kontingent, und auch zur Ton-und-Licht-Show auf Philae fehlt jede Quelle mit Uhrzeit, Sprache oder Verfahren. Eine kommerzielle Seite schreibt dazu „dreimal pro Nacht" und lässt alles Weitere offen. Wer den Weg nach Agilkia plant, klärt ihn deshalb beim ausführenden Agenten und nicht an einer veröffentlichten Quelle.

Die letzte Hieroglypheninschrift Ägyptens

Auf der Insel Philae endet die pharaonische Schrift. Der Isis-Tempel blieb nach Angaben des Ministeriums bis in die Regierungszeit des byzantinischen Kaisers Justinian I. (527–565 n. Chr.) in Betrieb. Dieser Kaiser ordnete die Schließung aller heidnischen Tempel seines Reiches an, und damit endete auch der Kult auf der Insel Philae.

Die letzte Hieroglypheninschrift Ägyptens stammt von einem Isis-Priester namens Esmet-Achom. Sie datiert auf das Jahr 394 nach Christus und steht damit am Ende einer Schrifttradition, die in Ägypten mehrere Jahrtausende lang durchgehend in Gebrauch war. Diesen Einzelfakt trägt für diese Stätte das Ministerium für Tourismus und Antiken selbst und nicht die spätere Deutung eines Dritten.

Antiker ägyptischer Tempel mit hohen Säulen am Flussufer, mit Palmen in der Nähe.

Der Assuan-Staudamm und der Nassersee

Zum Assuan-Staudamm gibt es eine amtliche Primärquelle mit vollständigen Kennzahlen. Der State Information Service, das Informationsorgan der ägyptischen Regierung, nennt eine Kronenlänge von 3.830 Metern, von denen nur 520 Meter zwischen den beiden Nilufern liegen – der Rest verteilt sich auf zwei Flügel an den Ufern. Die Höhe des Bauwerks beträgt nach derselben Quelle 111 Meter. Dieselbe Stelle beschreibt es als Steinschüttdamm und nicht als Betonsperre.

Im deutschen Netz steht an derselben Stelle eine andere Zahl. Zwei kommerzielle Seiten auf den vorderen Plätzen nennen eine Länge von 3.600 Metern, eine dritte spricht von „knapp vier Kilometern" – keine der beiden nennt für ihren Wert eine Quelle. Die Abweichung zum amtlichen Wert beträgt 230 Meter, gut sechs Prozent, und ausgerechnet die Seite mit dem amtlichen Wert steht ganz vorn. Von den drei präzisen Werten im deutschen Netz stimmt nur einer mit der Behörde überein.

Vor dem Bauwerk staut sich der Nassersee auf. Die Behörde nennt für ihn eine Länge von 500 Kilometern bei im Mittel zwölf Kilometern Breite, und der See bedeckt nach ihrer Darstellung das gesamte ägyptische Nubien. Einen Teil des sudanesischen Nubien deckt er ebenfalls, und sechs Tunnel führen das Wasser vom Speicher zu den Turbinen des Kraftwerks. Speichervolumen, Stauziel und Jahresleistung weist dieselbe Behördenquelle einzeln aus.

Der Bau selbst zog sich über mehrere Regierungsabkommen hin. Die Behörde datiert den Beginn der ersten Bauphase auf den Januar 1960 und die Einweihung auf den Januar elf Jahre später, dazwischen liegen die Umleitung des Flusses und der erste Strom aus dem Kraftwerk. Ein sowjetisches Kreditabkommen, der Rückzug der Weltbank und eine internationale Prüfkommission gingen dem eigentlichen Baubeginn um Jahre voraus. Auch diese Chronologie stammt vom State Information Service selbst.

Die Behörde veröffentlicht nichts, was einen Besuch planbar machen würde. Zum Assuan-Staudamm nennt der State Information Service weder eine Öffnungszeit noch einen Eintritt noch eine Regel für den Zugang. Keine der drei geprüften kommerziellen Seiten trägt eine solche Besuchsangabe, obwohl alle drei das Bauwerk auf mehreren Bildschirmseiten ausführlich beschreiben. Diese Seite schreibt deshalb keine Besuchsangabe und benennt stattdessen ausdrücklich die Lücke.

Die Tempel von Abu Simbel

Abu Simbel in Ägypten besteht aus zwei Tempeln im anstehenden Fels. Das Ministerium für Tourismus und Antiken schreibt beide Ramses II. aus der 19. Dynastie zu und datiert die Arbeit daran auf die Zeit um 1264 vor Christus. Die Fassade des großen Tempels trägt vier kolossale Sitzstatuen, die die Behörde in ihrem eigenen Wortlaut als thronende Kolosse beschreibt. Die Anlage liegt weit südlich von Assuan und seinen Inseln, am Ufer des Stausees.

Die Stätte gehört zu einer Welterbestätte mit einem langen Namen. Sie heißt „Nubische Monumente von Abu Simbel bis Philae", führt zehn einzelne Monumente und steht seit 1979 auf der Liste der UNESCO. Abu Simbel steht in dieser Aufzählung an erster Stelle und gibt der ganzen Reihe ihren Namen. Die weiteren Monumente der Reihe verteilen sich über den Lauf des Flusses nach Norden, bis herauf zum ersten Katarakt bei Assuan.

Abu Simbel innen – die Säle im Fels

Der große Tempel reicht tief in den Berg hinein. Nach der Fachquelle, deren Autor an den Vermessungsarbeiten in Abu Simbel beteiligt war, liegt das Heiligtum rund 60 Meter vom Tempeleingang entfernt, und dort sitzen vier Figuren nebeneinander an der Rückwand des Saals. Drei von ihnen sind Re-Horakhte, Amun-Re und Ramses II. selbst. Die vierte Figur ist der Gott Ptah, und er bleibt bei der Ausrichtung im Schatten.

Zum Innenraum endet die Beleglage genau an dieser Stelle. Zu Besucherkontingenten, zu Fotografierregeln und zu einem Zugang außerhalb der Öffnungszeit in Abu Simbel nennt weder das Ministerium für Tourismus und Antiken noch eine andere geprüfte Stelle eine Angabe. Was im Markt darüber steht, stammt aus keiner Quelle, die sich nachprüfen ließe. Diese Seite behauptet dazu nichts und verweist für die Klärung auf den ausführenden Agenten.

Die Versetzung von Abu Simbel

Die beiden Tempel stehen heute deutlich höher, als sie ursprünglich gebaut wurden. Nach Angaben des Ministeriums versetzte man sie im Jahr 1968, nachdem der Staudamm sie an ihrem alten Standort zu überfluten drohte. Ein internationales Konsortium unter Federführung der deutschen Firma Hochtief zersägte die Anlage dafür ab 1964 in 1.036 einzelne Blöcke, jeder von ihnen zwischen sieben und dreißig Tonnen schwer.

Die Blockzahl und die Tonnenspanne stammen aus einer enzyklopädischen Quelle, nicht von der Behörde. Der Wiederaufbau erfolgte 180 Meter landeinwärts und rund 64 Meter höher – der an den Vermessungsarbeiten beteiligte Fachautor nennt für die Höhe der Versetzung einen Meter mehr, und keiner der beiden Werte gilt hier als gesichert. Gerettet hat die Tempel eine Kampagne der UNESCO, die zwei Jahrzehnte lang lief und mehrere Staaten zusammenspannte.

Antike ägyptische Statuen im Abu Simbel Tempel mit detaillierten Reliefs und großen Figuren.

Abu Simbel – Anfahrt, Konvoi und Sonnenwunder

Von den beiden Wegen steht nur einer in einem veröffentlichten Fahrplan. Auf der Strecke ab Assuan liegen 13 Flüge pro Woche, Stand September 2026, im Schnitt rund zwei am Tag, und die Flugzeit beträgt 45 Minuten. Alle Abflüge liegen am Vormittag, alle Rückflüge bis in den frühen Nachmittag. Einen Nachmittagsflug in Richtung Süden gibt es nicht, und daraus folgt die gesamte Tagesplanung.

Der Markt rechnet an dieser Stelle anders. Ein Anbieter aus dem untersuchten Vergleichsfeld schreibt von einem halbstündigen Flug nach Abu Simbel, ein zweiter rundet auf eine knappe halbe Stunde ab – gegen den gemessenen Wert fehlt damit rund ein Drittel der Flugzeit. Wer seine Planung ab Assuan auf eine halbe Stunde stellt, legt den Tag zu eng. Der Fahrplan ist die härtere und die nachprüfbare Angabe.

Zum Konvoi weist für dieses Jahr keine Behörde etwas aus. Auf der Seite des Auswärtigen Amts kommt das Wort an keiner Stelle vor, und vier ägyptische Stellen wurden gezielt danach durchsucht. Die Anbieterseiten fallen auseinander: eine schreibt, der Polizeikonvoi sei nicht mehr verpflichtend, und beschreibt im selben Text Checkpoints und freiwillige Abfahrten, andere beschreiben ihn weiter im Präsens. Die kursierenden Abfahrtszeiten widersprechen sich, und diese Seite nennt deshalb keine davon.

Das Sonnenwunder hat die Behörde selbst datiert. Das Ministerium führt für den 22. Februar und den 22. Oktober einen eigenen Tarif und legt das Ereignis damit in seiner eigenen Gebührenordnung fest, nicht in einer Erzählung eines Dritten. Die Beleuchtung im Inneren dauert nach einer enzyklopädischen Quelle rund 20 Minuten. Das ist die ganze Zeitspanne, um die es an diesen beiden Tagen im Jahr geht.

Planbar ist das Ereignis deshalb trotzdem nicht. Am 22. Februar 2025 warteten rund 4.000 ausländische und ägyptische Besucher vor Sonnenaufgang, und die Ausrichtung fand wegen dichter Bewölkung an diesem Morgen nicht statt. Die Fachquelle erklärt auch, warum ein Kalender hier wenig hilft: Das genaue Eintreten ist nur auf ein bis zwei Tage genau vorher berechenbar. Eine Verschiebung der Termine durch die Versetzung der Tempel ist dagegen astronomisch auszuschließen.

Öffnungszeit und Zugang in Abu Simbel

Die Stätte in Abu Simbel öffnet früh und schließt am späten Nachmittag. Das Ministerium nennt für die Tempel eine Öffnung von 6 bis 17 Uhr an allen sieben Wochentagen. Eine Sommer- oder Winterzeit weist dieselbe Behörde für die Stätte nicht aus, und einen gesondert ausgewiesenen letzten Einlass für die Kassen ebenso wenig.

Ein belastbares Produkt für einen Zugang vor dieser Öffnung gibt es im gesamten erhobenen Markt nicht. Was als Sonnenaufgang in Abu Simbel verkauft wird, ist nach der Erhebung nichts anderes als die Ankunft zur regulären Öffnung der Stätte. Der Unterschied zwischen beidem liegt allein in der Genehmigung, und die weist auf diesem Markt bislang niemand nach.

Sonnenuntergang erleuchtet die alten Statuen und Säulen des Abu Simbel Tempels in Ägypten.

Belegte und offene Angaben

Was wir belegen können — und was nicht

Die Öffnungszeit und alle Datierungen dieser Seite stammen vom ägyptischen Ministerium für Tourismus und Antiken. Die Kennzahlen des großen Bauwerks am Katarakt kommen vom State Information Service, die Angaben zu den drei Häusern von den Betreibern selbst und die Marktbefunde aus einer eigenen Erhebung. Wo eine dieser Stellen nichts hergibt, steht hier die ausgeschriebene Fehlanzeige.

Eine Behauptung bliebe auf dieser Seite sonst unwidersprochen stehen. Zum Konvoi nach Abu Simbel weist für dieses Jahr keine Behörde etwas aus – weder das Auswärtige Amt, auf dessen Seite das Wort nicht vorkommt, noch eine der geprüften ägyptischen Stellen. Die einzige datierte Aufhebungsmeldung der ganzen Erhebung ist ein Blogartikel vom 17. Oktober 2016. Wir schreiben deshalb nicht, der Konvoi sei abgeschafft.

Zwei weitere Fehlanzeigen betreffen die Zahlen selbst. Der Flugplan ist nur über einen Aggregator belegbar, weil die Seiten von EgyptAir und Air Cairo automatisierte Abrufe sperren, und deshalb trägt jede einzelne Frequenz auf dieser Seite einen Stichtag. Zum großen Bauwerk am Katarakt veröffentlicht keine Behörde eine Öffnungszeit, einen Eintritt oder eine Regel für den Zugang.

Angaben recherchiert im September 2026.

Assuans Sehenswürdigkeiten zwischen den Inseln

Die Sehenswürdigkeiten Assuans verteilen sich auf den Fluss und seine Inseln. Elephantine war nach Angaben des Ministeriums „das Tor nach Ägypten für alle Händler aus Nubien", und auf der Insel stehen ein Chnum-Tempel, ein Satet-Tempel, ein Nilometer und ein Inselmuseum mit Funden deutscher Grabungen. Seit 1979 gehört auch Elephantine zum Welterbe. Die Reise Eine Reise durch Jahrtausende führt die Insel in ihrem Etappentext und setzt eine Nacht in Assuan an.

Zur Welterbestätte zwischen Abu Simbel und Philae gehören auch Stätten in Assuan und in seinem Umland. Die Behörde nennt sie beim Namen: die alten Granitbrüche mit dem unvollendeten Obelisken, die Ruinen der antiken Stadt Elephantine, das koptische Simeonskloster und die Gräber des Alten und Mittleren Reichs. Die weiteren Stätten der Reihe liegen südlich davon. Eine eigene Zahl für den assuanischen Anteil nennt die Behörde an keiner Stelle ihrer Übersicht.

Der unvollendete Obelisk von Assuan

Der unvollendete Obelisk hat den Steinbruch nie verlassen. Vollendet wäre er nach Angaben des Ministeriums rund 42 Meter hoch und 1.168 Tonnen schwer und damit größer als jeder andere altägyptische Obelisk. Auftraggeberin war Hatschepsut, bestimmt war der Stein für den Amun-Tempel. Die Arbeit an ihm brach ab, weil der Granit Risse zeigte, und der Block lag danach bis ins frühe zwanzigste Jahrhundert unter dem Sand.

Assuans botanischer Garten auf Kitchener-Insel

Die Insel im Fluss trägt den amtlichen Namen El Nabatat. Sie ist weniger als einen Kilometer lang und heißt im Sprachgebrauch nach Lord Kitchener, der sie mit exotischen Bäumen bepflanzte, viele davon aus Indien. Der Zugang erfolgt per Feluke von der südöstlichen Uferseite her. Die Assuan-Übersicht des Ministeriums führt die Insel nicht auf, und die kursierenden Flächenangaben liegen um mehr als das Doppelte auseinander – eine Flächenzahl steht deshalb nicht hier.

Am Westufer gegenüber der Insel steht das Mausoleum des Aga Khan. Aga Khan III. starb 1957, und der Bau auf dem Hügel über dem Fluss entstand in den Jahren um seinen Tod. Zum Zugang zum Aga-Khan-Mausoleum liegt keine behördliche Angabe vor, weder zu einer Öffnungszeit noch zum Inneren des Baus. Wer es fest in ein Programm einplant, plant damit ein Risiko ein.

Das nubische Dorf bei Assuan

Gharb Soheil liegt am Westufer des Nils, gegenüber der Insel Soheil und südlich von Assuan. Der Ort ist per Boot erreichbar und eine Umsiedlungsgemeinde aus der Zeit nach dem Bau des Damms. Zu ihm existiert weder eine Behörden- noch eine Betreiberquelle – sämtliche Treffer sind Veranstalter-, Vermittler- oder Blogseiten. Was auf dieser Seite über das Dorf selbst stünde, wäre bei einem Dritten abgeschrieben und nicht belegt.

Das Nubische Museum in Assuan

Belegt ist dafür das staatliche Haus mit der nubischen Sammlung. Das Nubische Museum in Assuan eröffnete 1997, ist außen mit lokalem Sandstein und rosa Granit verkleidet und verteilt sich auf drei Etagen. Sein Garten ist als Freiluftmuseum angelegt und enthält einen Teil eines fatimidischen Friedhofs sowie eine Höhle mit prähistorischen Felsinschriften. Sandstein, Granit, Etagenzahl und Garten stehen so in der Beschreibung des Ministeriums.

Der eigentliche Planungsfakt dieses Hauses steht in seinen Öffnungszeiten. Das Haus öffnet täglich von 9 bis 17 Uhr und zusätzlich donnerstags und freitags von 18 bis 21 Uhr – nach den veröffentlichten Zeiten das einzige behördlich ausgewiesene Abendzeitfenster der Region. Zur Sammlung selbst schreibt die Behörde nur von „tausenden Objekten" und nennt an keiner Stelle eine Zahl. Eine Objektzahl steht deshalb auch auf dieser Seite nicht.

Drei Häuser in Assuan

Drei Häuser in Assuan stehen im eigenen Bestand dieses Hauses. Es sind das Old Cataract oberhalb des ersten Katarakts, das BenBen auf der nubischen Insel Heissa und das Sonesta Nouba an der Corniche. Kategorienamen mit Quadratmetern weist davon allein das BenBen aus, und bei den beiden anderen Häusern steht auf dieser Seite die ausgeschriebene Fehlanzeige statt einer Schätzung. Geschätzte Flächen wären keine Angabe, sondern eine Behauptung.

Das Sonesta Nouba führt 45 Zimmer in traditionellem nubischem Stil, jedes davon mit einer privaten Terrasse und mit Blick auf den Nil aus jeder Lage. Das Haus eröffnete im April 2023, belegt über die Pressemitteilung des Betreibers. Quadratmeter und Kategorienamen weist der Betreiber dagegen an keiner Stelle aus, weder auf der eigenen Hotelseite noch in dieser Mitteilung.

Das Old Cataract am ersten Katarakt

Das Old Cataract steht auf dem Fels über dem Fluss, mit Blick auf den Nil und auf die Insel Elephantine. Der Betreiber selbst beschreibt das Haus als dem Chnum-Tempel auf Elephantine zugewandt und hoch über dem Fluss gelegen. Es ist zugleich das einzige Assuaner Haus im Bestand, das in beiden Reisen mit Assuan-Etappe als gesetztes Etappenhotel im Reiseverlauf steht.

Der Betreiber hat im Mai 2026 gewechselt, und die Pressemitteilung dazu datiert auf den Februar desselben Jahres. Der Nile Wing wird bis Juli 2027 renoviert, das Haus bleibt währenddessen im historischen Flügel geöffnet und führt danach sechs gastronomische Betriebe. Eine Zimmerzahl, eine Kategorie und eine Fläche weist dagegen weder der alte noch der neue Betreiber aus, weshalb hier keine dieser drei Angaben steht.

Luxushotel Sofitel Legend Old Cataract mit Blick auf den Nil in Aswan, Ägypten, mit Booten am Flussufer und Palmen in der Nähe.

BenBen auf der Insel Heissa

Das BenBen by Dhara ist der am besten belegte Fall unter den drei Häusern. Der Betreiber weist zehn von elf Kategorien mit Quadratmetern aus, von 23 bis 95 Quadratmetern, und dazu den Blick je Kategorie. Zwei Kategorien blicken aus dem Jacuzzi der eigenen Terrasse auf den Philae-Tempel, zwei weitere sind nubisch gestaltet und haben denselben Blick, eine geht seitlich auf den Fluss und die Felsen der Insel.

Das Haus steht auf der alten nubischen Insel Heissa vor Assuan. Jedes Zimmer ist nach Angaben des Betreibers aus Granit ohne Zement gebaut, mit Korkböden und hohen Holzdecken. Elf Kategorien sind dabei nicht elf Zimmer, und eine Gesamtzimmerzahl nennt der Betreiber für das Haus an keiner Stelle seiner eigenen Seite. Auch eine Altersgrenze für Gäste weist er nicht aus.

Luxuriöse Hotelanlage beleuchtet bei Sonnenuntergang auf einer felsigen Halbinsel mit ruhigem Wasser, das die Lichter und Gebäude spiegelt.
Bereit für Assuan und Abu Simbel?

Nilkreuzfahrt zwischen Luxor und Assuan

Zwei Reisen dieses Hauses führen Assuan als eigene Etappe im Reiseverlauf. Die vierzehntägige Reise setzt 2 Nächte an und führt Abu Simbel fest im Programm, die kürzere Reise 1 Nacht und Abu Simbel nur als ausdrückliche Option. Welche Stätten in welcher der beiden Reisen stehen, steht im Reiseverlauf der jeweiligen Reise.

Hotels in Assuan

Drei Häuser in Assuan stehen hier zur Auswahl, vom historischen Haus über dem ersten Katarakt bis zum Haus auf der nubischen Insel Heissa. Kategorien, Ausstattung und Konditionen je Haus stehen eine Klickebene tiefer auf der eigenen Seite des jeweiligen Hauses. Zwei der drei Häuser stehen heute in keinem Reiseverlauf des Bestands, und diese Seite bindet sie zum ersten Mal ein.

Bereit für Ihr größtes Abenteuer?

Häufige Fragen zu Assuan und Abu Simbel

Wann wurde Abu Simbel versetzt?

Die Behörde nennt dafür das Jahr 1968. Geschnitten wurden die Blöcke bereits ab 1964, unter Federführung einer deutschen Firma und im Auftrag einer internationalen Kampagne der UNESCO. Grund war der Staudamm, der die beiden Tempel zu überfluten drohte, und die Anlage steht seither höher und weiter landeinwärts. Eine Kostenangabe steht hier bewusst nicht, weil die zwei kursierenden Beträge weit auseinanderliegen und beide ohne eine nachprüfbare Quelle sind.

Wo liegen Assuan und Abu Simbel?

Assuan liegt am ersten Katarakt des Nils, im Süden Ägyptens. Auf der Schiene sind es 879 Kilometer von Kairo nach Süden, und das ist die einzige Entfernung, die für diese Strecke eine Quelle ausweist. Abu Simbel liegt nach Angaben des Ministeriums rund 300 Kilometer weiter südlich, am Ufer des Stausees. Eine Wegezeit in Minuten steht hier bewusst nicht, weil die kursierenden Angaben sich untereinander widersprechen und keine Primärquelle haben.

Was ist Abu Simbel?

Abu Simbel sind zwei Felsentempel im anstehenden Fels. Ramses II. aus der 19. Dynastie ließ sie nach Angaben des Ministeriums um 1264 vor Christus in den anstehenden Fels schneiden, und die Fassade des großen Tempels trägt vier kolossale Sitzstatuen des Königs selbst. Die Stätte gehört heute zu einer Welterbestätte aus zehn nubischen Monumenten zwischen Abu Simbel und Philae.

Lohnt sich Abu Simbel?

Fahrplanmäßig geht der Tagesausflug auf. Auf der Strecke ab Assuan stehen 13 Flüge pro Woche, Stand September 2026, die Flugzeit beträgt 45 Minuten, und alle Abflüge liegen am Vormittag. Die Stätte selbst öffnet von 6 bis 17 Uhr an allen Wochentagen, was den Tagesausflug per Flug fahrplanmäßig möglich macht. Der Straßenweg geht ebenfalls, aber sein Konvoistatus ist von keiner Behörde ausgewiesen und vor der Buchung beim ausführenden Agenten zu klären.

Wie kommt man von Kairo nach Assuan?

Von Kairo aus führen Luftweg und Schiene nach Süden. Im Flugplan stehen 41 Linienflüge pro Woche, Stand September 2026, verteilt auf mehrere namentlich ausgewiesene Gesellschaften. Der Nachtzug von Abela Trains fährt täglich ab dem Bahnhof Bashtil und nicht ab Ramses, und die Schienenstrecke dorthin misst 879 Kilometer. Eine zweite Hochgeschwindigkeitslinie nach Assuan und Abu Simbel ist im Bau, ein Inbetriebnahmedatum nennt die Behörde in ihrer Meldung dazu aber nicht.

Kann man das Sonnenwunder in Abu Simbel sicher sehen?

Nein. Die Behörde datiert das Ereignis über ihre eigene Gebührenordnung auf den 22. Februar und den 22. Oktober, und die Beleuchtung im Inneren dauert rund 20 Minuten. Das genaue Eintreten ist nach der Fachquelle nur auf ein bis zwei Tage genau vorher berechenbar. Am 22. Februar 2025 warteten rund 4.000 ausländische und ägyptische Besucher vergeblich, weil die Ausrichtung wegen dichter Bewölkung nicht stattfand. Eine belastbare Sichtbarkeitsquote für das Ereignis gibt es nicht.

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